Hä?

Etwas zerknirscht geben wir zu, dass wir offenbar nicht ausreichend kommuniziert haben, wer hinter diesem Gretasfreunde-Theater steckt. Sehr selbstkritisch sei zu vermerken, dass wir uns eigentlich komplett davor verdrückt haben. Wir wackeln immer noch her und hin auf dem digitalen Schwebebalken. Ist natürlich keine Entschuldigung. Und die Frage, wieviel jeder von sich selbst preisgeben will oder auch nicht, muss eben auch jeder für sich selbst beantworten. Wir haben da, soviel sei gesagt und deshalb auch unsere Zurückhaltung, noch keinen Königsweg für uns ausklamüsert. Kapiert haben wir allerdings soviel: gar nicht geht nicht. Ihr müsst wissen, mit wem ihr's hier zu tun habt. Immerhin schenkt ihr uns Eure Zeit. Kostbarstes Gut, finden wir. Mehr zum Thema Zeit nächste Woche. Zuckrigsten Dank für die Eure an dieser Stelle. 

Den Anfang machen wir also mit Sarah. Die portraitiert Tine. Damit wisst ihr im Grundsatz auch schon, wer wir sind. Tine heißt Christine Weißenborn und ist freie Journalistin. Sarah heißt Sarah Neuendorf und ist freie Illustratorin. Außerdem hat Sarah ein eigenes Label, das heißt ganz frisch und frei "Gretas Schwester". Tine ist für den Text zuständig, Sarah für das Bild. Außerdem unterstützt uns die zauberhafte Joanna bei sämtlichen DIY-Projekten.

 

Und nun zu Sarah, aufgeschrieben von Tine:

Sarah ist die bezauberndste Sorte Schwägerin, die mir je über den Weg gehüpft ist. Wenn sie lacht, blinkt sie wie die Sonne. Wenn sie aus dem Handgelenk illustriert, kippe ich wie viele andere auch vom Stuhl vor Begeisterung. Sarah sprudelt über vor Kreativität und Ideen. Deshalb macht es so walfischgrossen Spaß, mit ihr zusammenzuarbeiten. Sarah liebt die blauen Giganten aus dem Meer genauso wie alles, was kreucht und fleucht. Außerdem ist sie ein großer Freund von Kakteen, Kleidern, Kalifornien, fleischloser Kost, ihrem Bett, Blumenkränzen, Schweden, selbst gemachter Limonade, Geschenkverpackungen und meinem kleinen Bruder. Seit der Schule sind die zwei ein Paar und herzergreifend wonnig wie am ersten Tag. 

Nachdem wir die Idee für diesen Gute Dinge-Blog über einem Berliner Falafel-Teller ausgekaspert hatten, war mein nach zwei Kindern und einem Jahr Babypause etwas eingerostetes Gehirn primär damit beschäftigt, ein knackiges Konzept zu ersinnen, Zielgruppen zu definieren, den A bis Z Umfang der Operation zu planen, kurz: die spontane Idee zu versemmeln. Sarah hatte da schon diverse Illustrationen fertig und zig weitere Geschichten im Kopf. Mach' doch einfach mal los und schreib' was, sagte sie. Selten habe ich so einen sinnvollen Ratschlag in meinem Dasein als Arbeitsmarktteilnehmerin bekommen. Sarah und mich trennen neun Jahre - aber manchmal kommt sie mir wie die Ältere vor. So klein und schon so lebensklug! 

Weniger grübeln also, mehr machen! Meine Devise seit unserem Blogstart im letzten Sommer. Ist famos. Macht viel mehr Spaß. Danke Sarah, Du weltbestes Machermädchen. Deshalb hat Sarah nach einer Ausbildung zur Grafikerin am Berliner Letteverein auch nicht ein Studium an der Bremer Kunsthochschule draufgesetzt. Wäre vernünftig gewesen. Stattdessen hat sie 2014 ihr eigenes Label "Gretas Schwester" gegründet. Damit ist sie inzwischen so erfolgreich, dass sie am kommenden Samstag, 16. Januar 2016, ihren ersten, eigenen Laden in der Crellestraße 3/4, 10827 Berlin, zusammen mit den wundervollen Valeria und Stewart von Monkind eröffnen wird. Hut ab!

Sarahs und mein größter Traum ist ein gemeinsames Kinderbuch. Das haben wir uns für dieses just angesprungene Jahr vorgenommen. Das Konzept schenken wir uns diesmal und machen einfach los. Mal sehen, wo diese Reise hingeht! Sarahs nächster Tripp wird sie im März nach Südafrika führen. Ich freue mich jetzt schon wie ein Hampelmann auf das kreative Feuerwerk, dass ihr Besuch bei den Giraffen, Löwen und Elefanten mit Sicherheit zur Folge haben wird! 

Das Foto stammt von Jules.